Could you be The Last of Us?

The Last of Us Screenshot
The Last of Us Screenshot

Diese Frage (siehe Titel) kann ich nur mit einem klaren “Ja!” beantworten. Dieser Text kommt hinterher wie die alte Fastnacht. Jetzt braucht bestimmt keiner mehr ein Review zum Survival-Horror-Videospiel “The Last of Us”. Deshalb wird das auch kein klassicher Test, ich biete euch hier meine Meinung als langjähriger Nörgler.

“The Last of Us” ist in vielen Bereichen eine wahre Offenbarung. Es verfügt über eine interessante Story, tolle englische Sprachausgabe, grandiose Grafik und viel Action. Der Entwickler “Naughty Dog”, bekannt durch Spiele wie “Uncharted” oder “Jak and Daxter”, hat hervorragende Arbeit geleistet. Trotzdem kommt leider auch “The Last of Us” nicht ohne einige Schwächen aus.

The Last of Us Screenshot
The Last of Us Screenshot
Für mich war das Spiel zu linear, weil viele Bereiche stark gescripted sind. Ich bin oft um mein Leben gerannt, um ernüchtert festzustellen, dass ich es auch ohne Feindkontakt geschafft hätte und dabei nur die nächste Tür hätte öffnen müssen. Ist man nämlich durch die Türen geschlüpft, scheinen die Gegner plötzlich völlig das Interesse verloren zu haben. Ich glaube kaum, dass starke Monster an einer einfachen Tür – selbst wenn sie durch einen Schrank versperrt wurde – im Ernstfall scheitern würden.

Im Grossen und Ganzen war “The Last of Us” spielerisch eine Herausforderung, aber ohne das nötige Mass an Freiheiten, welches ich von einem Endzeitspiel erwarten würde. Nichtsdestotrotz eine absolute Empfehlung für jede Gamerin und jeden Gamer.

Ich spiele, also bin ich

“Wario Land – Super Mario Land 3” war wohl mein erstes Videospiel. Damals habe ich es stundenlang auf dem “Game Boy Pocket” gespielt. Danach war ich lange in Computerspiele vernarrt. “Age of Empires II” oder “Stronghold” – das waren noch Spiele! Heute hat man ja gerade bei Strategiespielen tausend Möglichkeiten, muss hundert Dinge machen, und hat am Ende doch nach zehn Minuten keine Lust mehr.

Logo Stronghold
Das Strategiespiel “Stronghold” bot ein unglaublich umfangreiches Burgenbau- und Burgverteidigungssystem.

Auch in diesen Tagen spiele ich noch manchmal, dann hauptsächlich auf der Konsole. Ich bin schnell gelangweilt, viele Spiele unterscheiden sich höchstens noch bei der Grafik. Was vor zehn Jahren schon hervorragend funktionierte, sieht nun einfach viel hübscher aus – aber neu ist da nix. Trotzdem darf man natürlich nicht alles schwarzmalen. Immer noch werden gute Spiele entwickelt. Drei Perlen werde ich nun erwähnen.

Gelegentlich spiele ich nun “BioShock Infinite“. Als grosser Fan der “BioShock“-Reihe habe ich mich natürlich sofort in dieses Kunstwerk verliebt. Dieses Wochenende möchte ich auch wieder in die Wolkenstadt Columbia eintauchen, vielleicht macht mir aber eine mögliche Finalteilnahme der Schweizer Eishockeynationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Schweden & Finnland einen Strich durch die Rechnung. Das tut jetzt aber nichts zur Sache. Zurück zu den Videospielen.

Screenshot The Evil Within
“The Evil Within” sieht ziemlich gruselig aus – 2014 dürfen wir uns in die Dunkelheit stürzen.

Auf “Grand Theft Auto V” freue ich mich natürlich besonders. Mit drei spielbaren Charakteren darf man Los Santos unsicher machen und wieder vom amerikanischen Traum träumen. Ebenso freue ich mich auf “The Evil Within“. Dieser Horrorspiel soll 2014 erscheinen und wird vom Schöpfer der “Resident Evil”-Reihe entwickelt.

Was sonst noch so kommt und in der Gameszene läuft, könnt ihr seit dem 15. Mai 2013 im Videospielemagazin “Combobreaker” nachlesen. Dieses Projekt wurde von einigen meiner Kommilitonen an der ZHAW auf die Beine gestellt und will richtigen Game-Journalismus bieten. Ein Blick lohnt sich auf alle Fälle.