Buchtipp: Indigo

Clemens Setz Indigo Buchumschlag
Indigo

Überall auf der Welt leiden Eltern unter ihren Kindern. Was nicht besonders klingen mag, ist es jedoch in diesem Fall. Kinder, die an Indigo erkrankt sind, werden zu tickenden Zeitbomben. Wer ihnen zu lange zu nahe kommt, der leidet bald unter Übelkeit und Kopfschmerzen. Sobald eine Krankheit auftaucht, entstehen selbstverständlich auch Einrichtungen dafür. In der Steiermark ist deswegen eine Internatsschule eröffnet worden. Der junge Mathematiklehrer Clemens Setz (!!!) möchte dort gerne sein Praktikum absolvieren. Mit der Zeit stechen ihm seltsame Vorfälle ins Auge. So werden Kinder in Verkleidung vom Internat reloziert. Als er Nachforschungen anstellt, wird Setz entlassen.

Jahre später richtet sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf einen Strafprozess. Ein ehemaliger Lehrer soll einen Tierquäler gehäutet haben. Ein ehemaliger Schüler wird auf den Artikel aufmerksam…

Der Autor des Buchs, Clemens J. Setz, stammt ebenfalls aus der Steiermark. Mit “Indigo” war er für den Deutschen Buchpreis 2012 nominiert. Das Buch öffnet eine seltsame Welt mit “iBalls” und anderen Besonderheiten, jedoch bleibt die Genialität zum Ende hin einigermassen auf der Strecke. “Indigo” wird kaum in den Schulkanon aufgenommen werden, obwohl Setz bereits unter “Genieverdacht” steht. Hierfür ist die Geschichte zu unbeständig. Trotzdem: wer sich über die Weihnachtszeit gerne unter der Decke verkriecht, wird mit “Indigo” angenehme Lesestunden verbringen.

Klappentext
Im Norden der Steiermark liegt die Helianau, eine Internatsschule für Kinder, die an einer rätselhaften Störung leiden, dem Indigo-Syndrom. Jeden, der ihnen zu nahe kommt, befallen Übelkeit, Schwindel und heftige Kopfschmerzen. Der junge Mathematiklehrer Clemens Setz unterrichtet an dieser Schule und wird auf seltsame Vorgänge aufmerksam: Immer wieder werden Kinder in eigenartigen Maskierungen in einem Auto mit unbekanntem Ziel davongefahren. Setz beginnt, Nachforschungen anzustellen, doch er kommt nicht weit; er wird aus dem Schuldienst entlassen. Fünfzehn Jahre später berichten die Zeitungen von einem aufsehenerregenden Strafprozess: Ein ehemaliger Mathematiklehrer wird vom Vorwurf freigesprochen, einen Tierquäler brutal ermordet zu haben.

Details
Autor: Clemens J. Setz
Verlag: Suhrkamp Verlag
Erstausgabe: 2012

Dienstags Fünfzehn

Hurra! Die zehnte Ausgabe von Dienstags Fünfzehn ist da! Vorerst bleibt es auch die Letzte. Im nächsten Jahr wird es jedoch mit zehn neuen Ausgaben weitergehen. Heute stelle ich euch deshalb fünf Bücher vor, welche ich in naher Zukunft lesen werde.

  1. In die Wildnis von Jon Krakauer
    Das unglaubliche Leben von Christopher McCandless.
  2. Wind: Die Chroniken von Hara 1 von Alexey Pehov
    Das nächste Buch des High-Fantasy-Stars aus Russland.
  3. Die Perspektive des Gärtners von Håkan Nesser
    Wer hat Sarah entführt?
  4. Siddhartha von Hermann Hesse
    Das Kultbuch.
  5. Wind von Stephen King
    Ein Sturm zieht auf. Der dunkle Turm-Epos geht weiter.

Buchtipp: Die Perspektive des Gärtners

Die Perspektive des Gärtners
Die Perspektive des Gärtners

Håkan Nesser ist ein erfolgreicher schwedischer Schriftsteller. Die Kriminalromane rund um Van-Veeteren und Barbarotti sind auch im deutschsprachigen Raum sehr beliebt. Auch weitere Romane aus seiner Feder gefielen Kritikern und Fans, darunter das verfilmte Buch Kim Novak badete nie im See von Genezareth. In diesem Buchtipp werde ich euch das 2009 in Schweden erschienene und 2010 im btb Verlag auf Deutsch veröffentlichte Die Perspektive des Gärtners vorstellen.

Erik Steinbeck ist ein Schriftsteller und Winnie Mason eine Malerin. Sie sind ein glückliches Paar, bis ihre Tochter Sarah spurlos verschwindet. Erik musste tatenlos zusehen, wie Sarah zu einem fremden Mann in einen grünen Wagen einsteigt. Nach diesem Ereignis wird die Beziehung von Erik und Winnie stark geschädigt. Sie ziehen nach New York wo Erik versucht die Ereignisse aufzuschreiben und langsam ein neues Leben zu beginnen.

Für mich ist Die Perspektive des Gärtners ein Muss für jeden Fan von Håkan Nesser. Die Geschichte ist sehr mysteriös und lässt den Leser nachdenken. Da sie nicht wirklich ein Kriminalroman ist, und doch immer wieder die typischen Krimi-Elemente auftauchen, ist für jeden etwas dabei.

Klappentext
Wo ist Sarah? Vierzehn Monate ist es her, dass Erik und Winnie Steinbecks vierjährige Tochter verschwunden ist. Beim Spielen von einem fremden Mann auf der Strasse angesprochen, in einem dunklen, grossen Wagen mitgenommen. Das ist alles, was man weiss. Danach verliert sich die Spur. Kein Erpresserbrief, kein Hinweis auf mögliche Täter. Es ist nicht der erste Schicksalsschlag für Winnie – war doch ihr erster Mann zusammen mit der gemeinsamen Tochter tödlich verunglückt. Um Abstand zu gewinnen, schlägt Winnie Erik deshalb vor, in die USA zu ziehen. Die beiden lassen sich in New York nieder. Und zunächst scheint dies die rettende Idee. Winnie fängt wieder an zu malen, Erik geht jeden Tag in eine öffentliche Bibliothek, um dort zu schreiben. Schon bald jedoch kippt die Situation. Seltsame Dinge geschehen. Winnie behauptet zu wissen, dass Sarah noch lebt. Sie malt ein Bild, das exakt die Situation der Entführung wiedergibt, alles ist fotogenau wiedergegeben – bis auf das Gesicht des Mannes. Erik ist beunruhigt. Durch Zufall entdeckt er, dass seine Frau heimlich aus dem Haus geht, wenn er fort ist. Dass sie obskure Bekanntschaften pflegt. Sie streitet es ab. Und dann erfährt er, dass Winnie ihm nicht die Wahrheit über ihre Vergangenheit gesagt hat.

Details
Autor: Håkan Nesser
Verlag: btb
Erstausgabe: 2009

Dienstags Fünfzehn

Fünf Bücher, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Dienstags Fünfzehn mit wirklich spannenden Büchern – vom Anfang bis zum Ende.

  1. Mila 18 von Leon Uris
    Ein aussichtsloser Kampf. Verzweiflung und Mut.
  2. Das Lied von Eis und Feuer (Serie) von George R. R. Martin
    Die grösste Fantasy-Saga seit Der Herr der Ringe.
  3. Wenn der Wind dreht von Andrea De Carlo
    Idylle auf dem Land – mit Städtern.
  4. Der Anschlag von Stephen King
    Ändere niemals die Vergangenheit.
  5. Der Schatz im Silbersee von Karl May
    Old Firehand gegen Cornel Brinkley.

Dienstags Fünfzehn

Dienstags Fünfzehn ist wieder da. Heute stelle ich euch Bücher von berühmten Schweizer Schriftstellern vor – in fünfzehn oder weniger Wörtern.

  1. Grieche sucht Griechin von Friedrich Dürrenmatt
    Unterbuchhalter sucht Frau.
  2. Mein Name sei Gantenbein von Max Frisch
    Die Frage nach der Identität.
  3. Kleider machen Leute von Gottfried Keller
    Wer sich gut kleidet, der wird überall besser behandelt.
  4. Small World von Martin Suter
    Eine Geschichte mit und über Alzheimer.
  5. Die Ballade von der Typhoid Mary von Jürg Federspiel
    Typhus-Mary kocht für dich.