Filmtipp: The Chaser

The Chaser
The Chaser

Der Zuhälter Eom Joong-ho (Kim Yoon-seok) vermisst zwei Prostituierte. Er vermutet, dass sie entweder abgehauen sind, oder von ihren Freiern verkauft wurden. Als auch noch Kim Mi-jin (Seo Young-hee) spurlos verschwindet, sucht er ihren Kunden auf. Für Joong-ho ist klar: Jemand vermiest ihm hier seine Geschäfte. Bald merkt er, dass hinter diesen Vorkommnissen mehr stecken muss, als er bisher ahnte. Ein sadistischer Killer (Je Yeong-min, gespielt von Ha Jung-woo) hat es auf Joong-hos Prostituierte abgesehen. Weil sich die Polizei durch ihre Inkompetenz hervortut, muss der Zuhälter die Sache selbst in die Hand nehmen.

“The Chaser” ist ein sehr gelungener, südkoreanischer Thriller aus dem Jahr 2008. Der Film, welcher auf dem Fall des Serienmörders Yoo Young-chul basiert, war das Regie-Debüt von Na Hong-jin. Für mich ist er eine ausgezeichnete Mischung aus Rache-Film und Detektivstory, in der sich die Hauptperson zwar rächen will, dabei jedoch nicht einfach Amok läuft. Er unterhält und macht Lust auf weitere Filme aus Südkorea, zu empfehlen wären da “The Man from Nowhere“, “Oldboy” oder “I Saw the Devil”.

Produktbeschreibung (amazon.de)
Zuhälter Joong-hos Kapitalanlage wirft leider nicht den Gewinn ab, den er sich erhofft hatte. Einige seiner Mädchen sind verschwunden, so dass ihm nur noch die kranke allein erziehende Mutter Mi-jin bleibt, die Geld heranschaffen kann. Die Handynummer des Freiers kommt ihm aber seltsam bekannt vor. Haben sich nicht auch die anderen Nutten mit diesem Kunden getroffen? Der Ex-Cop vermutet eine Verschwörung. Hat der Freier die Mädchen etwa verkauft? Doch die Suche entwickelt sich plötzlich zu einem Wettlauf auf Leben und Tod. Denn der Kunde ist ein psychopathischer Killer, und Mi-jin immer noch bei ihm.

Details
Regisseur: Na Hong-jin
Darsteller: Kim Yoon-seok, Ha Jeong-woo, Seo Yeong-hee
Erscheinungsjahr: 2008

Wieso nur, ihr bösen Filmtitel?!

Ich frage mich ständig, wieso Filmtitel so oft dämlich übersetzt werden (gewisse Buchtitel bilden da keine Ausnahme…). Gerade war ich im Kino und sah den Film “Shootout – Keine Gnade”, der im Original “Bullet to the Head” heisst. Vermutlich traut man der deutsprachigen Welt einfach keine Englischkenntnisse zu – halt! – wieso ist ein Teil des neuen Titels dann ebenfalls in englischer Sprache? Wahrscheinlich weil deutsprachige Werbeprofis ja auch englische Werbesprüche mögen, welche oftmals falsch sind und von einem grossen Teil der Bevölkerung nicht verstanden werden. Teilweise übersetzen die Filmverleiher konsequent in unpassende Neuerfindungen, oder sie ersetzen englische durch englische Titel. Ebenfalls beliebt sind absolut unnötige Untertitel.

Für euch hier nun eine kleine Auswahl, bei der jedem Filmfan das Popcorn wieder hochkommt.

  • Voll Abgezockt (Original: Identity Thief)
  • Reine Nervensache (Original: Analyze This)
  • James Bond 007 – In tödlicher Mission (Original: For Your Eyes Only)
  • Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (Original: Alien)
  • Zwei glorreiche Halunken (Original: Il buono, il brutto, il cattivo / The Good, the Bad and the Ugly)
  • 96 Hours (Original: Taken)
  • New York für Anfänger (Original: How To Lose Friends And Alienate People)
  • Tödliche Versprechen – Eastern Promises (Original: Eastern Promises)
  • Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis (Original: Hot Fuzz)
  • Der Super-Guru (Original: The Guru)
  • Rache ist Sexy (Original: John Tucker Must Die)
  • Wir waren Helden (Original: We Were Soldiers)
  • Fluch der Karibik (Original: Pirates of the Caribbean)
  • Erbarmungslos (Original: Unforgiven)
  • und viele, viele andere Beispiele…

Subjektiv gab es für mich aber auch gelungene Übersetzungen. So mag ich beispielsweise “Brügge sehen… und sterben” (Original: In Bruges), oder “Spiel mir das Lied vom Tod” (Original: C’era una volta il West / Once Upon a Time in the West). Was denkt ihr zu diesem Thema?

A Happy Halloween!

Jack O’Lantern
Jack O’Lantern

Die Nacht des Gruselns steht vor der Tür. Halloween kommt zwar nicht an unsere Räbenlichtli-Umzüge ran, ist aber trotzdem ganz witzig. Dank diesem Feiertag können wir viele Gruselfilme geniessen. Ich habe für euch fünf Filme herausgepickt, welche an Halloween nicht fehlen dürfen.

  • Halloween – Regie: Rob Zombie; Darsteller: Tyler Mane, Sheri Moon Zombie u.a.
  • Thinner – Der Fluch – Regie: Tom Holland; Darsteller: Robert John Burke, Joe Mantegna u.a.
  • Insidious – Regie: James Wan; Darsteller: Patrick Wilson, Rose Byrne u.a.
  • I Saw the Devil – Regie: Kim Jee-woon; Darsteller: Lee Byung-hun, Choi Min-sik u.a.
  • Donnie Darko – Regie: Richard Kelly; Darsteller: Jake Gyllenhaal, Jena Malone u.a.

Filmtipp: Solomon Kane

Solomon Kane
Solomon Kane

Wer ist Solomon Kane? Nun, Solomon Kane ist die Hauptfigur einiger Bücher von Robert E. Howard, aber ebenfalls auch die Hauptfigur der Verfilmung der eben genannten Geschichten. Verfilmt hat sie der Regiesseur Michael J. Bassett (Wilderness), als Hauptdarsteller diente James Purefoy (Ritter aus Leidenschaft).

Solomon Kane wurde als Teenager von seinem Vater verstossen, weil er nicht Priester werden wollte. Bei einem Unfall stösst er seinen Bruder und Thronfolger der Ländereien seiner Famile von einer Klippe. Fortan dient er England und macht sich als unbezwingbarer Kämpfer einen Namen. Als ihm ein Diener des Teufels begegnet, und seine Seele verlangt, verliert er seine Männer. Er flieht zurück nach England. Doch auch dort lässt ihn sein Schicksal nicht in Ruhe.

Der sehr actionreich und spannend inszenierte FIlm verliert sich teilweise in schwach ausgearbeiteten Details. Die Story entwickelt sich sehr schnell und lässt wenig Raum für eigene Gedanken. Trotzdem ist Solomon Kane ein Muss für alle, die unterhaltsame Fantasyfilme mögen. Den Nebendarsteller Max von Sydow kennt man übrigens auch aus Filmen wie Wolfman oder Sag niemals nie.

Produktbeschreibung (amazon.de)
Solomon Kane, ist ein gefürchteter Soldat des 16. Jahrhunderts, bewaffnet mit einem Arsenal an tödlichen Waffen. Wegen seiner brutalen und grausamen Taten gegen seine Feinde macht Kane schliesslich Bekanntschaft mit dem Gesandten des Teufels. Während dieser die dunkle Seele Solomons fordert, entscheidet der sich fortan für ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit. Als jedoch eines Tages eine dunkle und zerstörerische Macht Kanes Land bedroht, muss er seinen Schwur des Friedens brechen. Ein letztes Mal zieht er in den Kampf, wohl wissend, dass dieser sein Schicksal und das eines ganzen Volkes für immer verändern.

Details
Regisseur: Michael J. Bassett
Darsteller: James Purefoy, Max von Sydow, Rachel Hurd-Wood
Erscheinungsjahr: 2009

Genial 🙂

Ziemlich beeindruckend, wie schnell sich harmloses Kinderfilm-Material in Albtraum-Stoff verwandeln kann. Ein paar Schnitte, Blitze und gruselige Töne und tadaaa…

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